[Gelesen] In letzter Zeit…

Huch? Ich hab ja einen Blog! Ganz vergessen… *Kopf schüttel*

In letzter Zeit lese ich endlich mal wieder richtig gern. Mach ich natürlich immer irgendwie, aber die letzten eins, zwei Monate waren anders. Ich freue mich abends auf meine Bettdecke und darauf mein aktuelles Buch aufzuschlagen (liegt’s vielleicht am bescheidenen Sommer?). Selbst wenn es sich um ein Buch handelt, das mir mein Freund mitgebracht hat und das mich eigentlich kein Stück interessiert, ich es aber mit offener Begeisterung lese, damit er darauf trainiert ist, dass das grundsätzlich was ganz tolles ist, wenn er mir Bücher kauft. Ich denke derzeit noch darüber nach, wie ich ihm unterschwellig mitteile, dass er am besten mal darauf achten sollte, dass es nicht um Teil X einer Reihe handelt, die er mir da auftischt. Vielleicht installiere ich ihm klammheimlich die goodreads-App auf seinem Handy.

Da ich mich lange nicht gemeldet und das große Bedürfnis habe über meine kürzlichen Leseerfahrungen zu berichten, wollte ich mich einfach mal wieder mitteilen. Dieses Jahr habe ich bislang 17 Bücher gelesen. Die meisten davon gut. Einige Ausreißer gab es aber dann doch immer mal wieder. Hier mal die Bücher der letzten drei Monate:

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Morgan Matson – Since You’ve been Gone rating4
Das einzige Buch dieses Jahr, welches ich vorbestellt habe. Erwartungsgemäß handelte es sich auch beim aktuellen Werk der Autorin meines Lieblingsbuchs um eine leichte und sommerliche Jugendgeschichte. Man mag die Charaktere, die integrierten Playlisten (die Protaginistin ist 80er-Jahre-Fan. Bah. Gott sei Dank war da noch der Protagonist!) und das sommerliche Setting. Weshalb ich allerdings keine 5 Sterne gebe: Morgan Matson verbeutelt es für meinen Geschmack regelmäßig zum Ende des Buches. Solch dramatische “Wo ist hier eigentlich das Problem?!”-Enden mag ich gar nicht. Künstlich konstruierte Showdowns kann Matson gut. Ich bin gespannt, wann sie es endlich mal schafft, dass das Ende genauso gut sein wird, wie die vorangegangenen 300 Seiten.

Sara Zarr & Tara Altebrando – Roomies rating3
Endlich mal wieder ein Notizbuch! Wäre es keins gewesen, hätte ich das Buch definitiv vorher abgebrochen. Mir war die Story einfach viel zu lahm, über lange Strecken habe ich mich richtig gelangweilt. Und außerdem mochte ich eine der beiden Protagonistinnen nicht. Viel zu kindisch, zickig und nervtötend. Nicht mein Fall. Aber die Kommentare waren sehr lustig. ;-)

Sabine Heinrich – Sehnsucht ist ein Notfall rating4
Auf Empfehlung von Libromanie habe ich mir das Hörbuch angeschafft, da ich zu der Zeit dringend ein neues suchte. Zu Anfang fand ich auch hier die Geschichte eher lahm. Allerdings hat die Autorin die Geschehnisse sensationell gut erzählt, sie spricht das Hörbuch nämlich selbst. Und als das Buch ein bisschen an Fahrtwind gewann, war ich auch ganz Feuer und Flamme. In Oma Loren hatte ich mich umgehend verliebt.

Rainbow Rowell – Fangirl rating3
Über einen vollen Monat hab ich mich mit diesem Buch gequält! Ich war extrem enttäuscht. Nachdem ich nur Lobeshymnen zu dem Buch las, hatte ich was Sensationelles erwartet. Stattdessen muss man sich mit einer spätpubertierenden Protagonistin rumschlagen, die erste Erfahrungen mit Jungs sammelt und lieber vor dem Rechner sitzt und Geschichten schreibt, statt sich ein wenig am Leben zu erfreuen. Ja, es war so langweilig, wie es klingt. Drei Sterne gibt es wegen des anzuerkennenden humorvollen Schreibstils der Autorin. Wäre die Geschichte gehaltvoller gewesen, hätte es durchaus lustig sein können.

Michel Bussi – Das Mädchen mit den blauen Augen rating4
Das richtige Buch zur richtigen Zeit. Ich fand die Geschichte über die Identitätsfrage des Mädchen sehr anschaulich und spannend erzählt, wenn auch ab und an etwas zu nüchtern. Ich hab an den Seiten geklebt und konnte kaum abwarten, wie das ganze bloß ausgehen würde. Und man wird sogar mit unerwarteten Wendungen beglückt. Tolles Buch. Allerdings finde ich, hätte man es ruhig sogar noch etwas lebhafter darstellen können.

Kristan Higgins – The best Man (Lieber für immer als lebenslänglich) rating5
Wie immer sollte man bei Higgins Bücher einfach diese schrecklichen deutschen Titel ignorieren (die in Kombination mit den Covern noch an Grausamkeit gewinnen!). Lange habe ich keinen Liebesroman mehr gelesen und da kam Kristan Higgins genau richtig. Eine schöne Liebesgeschichte in einer idyllischen amerikanischen Kleinstadt mit vielen Einwohnern, die man allesamt gern haben muss, egal wie klischeehaft sie daher kommen. Wenn man ein leichtes, romantisches und charmant-witziges Buch mit viel Herz sucht, ist man hier immer goldrichtig.

Erik Axl Sund – Krähenmädchen rating2
Boah, hat mich dieses Buch genervt! Psychothriller? Wo? Hab ich was verpasst? Die Geschichte war so vorhersehbar, dass ich auf Seite 20 bereits wusste, was sich auf Seite 320 ereignen würde. Die “unerwartete Wendung” der Geschichte war so offensichtlich, dass man m.E. beim Lesen schlafen muss, um das zu übersehen. Und dann wird man dauerhaft mit den Privatproblemen der Ermittlerin genervt, die absolut nichts zum Geschehen beitragen. Die Themen Kinderpornografie und -misshandlungen werden dafür sehr detailliert dargestellt und auch hier dachte ich mir ständig: nee, danke, etwas zu viel des Guten. Kein Thriller. Kein Plot. Einfach nur viele Seiten, auf denen man der Protagonistin beim herumstochern in einem hoffnungslosen Fall folgen muss. Langweilig.

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Die Fotos habe ich übrigens in meinem frisch gestrichenen Bürozimmer geschossen. Ich liebe diese Wand! Ursprünglich war das “Lagunablau” dazu gedacht mich beim Lernen zu motivieren. In einem tristen Zimmer zu hocken und Gesetze zu wälzen kann ja keinen Spaß machen. Naja… in einem schönen blauen Zimmer Gesetze zu wälzen macht es allerdings auch nicht. -.- Im Übrigen bitte ich den unsauberen Farbübergang von blau zu weiß zu ignorieren. Das nichtsnutzige Klebeband war schuld!

[Montagsfrage] Euer liebstes Sommerbuch

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Diese Woche hat sich Nina wieder mal eine Montagsfrage ausgedacht, der ich einfach nicht widerstehen kann. Sobald ich das Wort “Sommer” lese, muss ich genauer hinschauen. Ich bin mir ja ziemlich sicher, dass ich eigentlich nach Hawaii gehöre, dort wo man 365 Tage im Jahr Sommer hat. Ich freue mich auch über 36° im Schatten und finde die Vorstellung von Weihnachten im Bikini auch immer verlockender. Irgendwann… irgendwann…

Im Sommer greift mich auch immer die überhöhte Lust nach netten Jugendromanchen, die in der heißen Jahreszeit spielen. Ich liebe es, wenn Autoren es schaffen selbst dann diese wunderschöne sommerliche Atmosphäre zu mir zu bringen, wenn ich bei Regen auf dem Balkon sitze und mich in eine Decke wickeln muss, weil es sonst zu kalt ist. Ich mag die lockere Schreibweise, die Strandhäuser und Seen, die Roadtrips und natürlich auch die herzlichen Geschichten über das Verliebtsein. Müsste ich wählen, würde ich jedem “Amy on the Summer Road” (orig: Amy & Roger’s epic Detour) von Morgan Matson empfehlen. Weil ich das aber immer mache (hihi), wähle ich doch dieses Mal “Der Sommer als ich schön wurde” (orig: The Summer I turned pretty) von Jenny Han. Nachdem man sich ersteinmal überwunden hat über den schrecklichen Titel hinwegzusehen, erwartet den Leser dann doch eine sehr schöne Story über das Erwachsenwerden, die erste Liebe und das tolle Ferienhaus. Es geht aber auch über die Schattenseiten des Lebens, die Unsicherheiten und wirkliche Probleme. Für mich eine wunderbare Mischung, welche die Autorin auf insgesamt drei Bände verteilt hat. Gezielt lese ich in jedem Sommer einen Teil. Dieses Jahr schmeiße ich mich an den dritten Band.

Smiley_Buchsummer 01_the summer i turned pretty  summer 03_well always have summer  summer 02_its not summer without you

Die Montagsfrage ist ein wöchentliches Meme von Libromanie

[Musiktipp] Half Moon Run

Die letzte Zeit war etwas stressiger als erwartet. Allerdings aus freudigem Anlass. Ich habe mittlerweile nämlich Junggesellinnenabschied und Hochzeit (nicht meine) hinter mir und stecke derzeit mitten im Vorbereitungskurs zum Steuerberater. Aber so ein bisschen Abwechslung im Alltag macht ja bekanntlich auch Spaß. :) Und was mich musikalisch die letzten Wochen so bei Laune gehalten hat, würde ich an dieser Stelle gern mitteilen, da ich mir sicher bin, dass nicht unbedingt jeder die Band kennt.

Vor kurzem habe ich eine Freundin in Düsseldorf besucht und die ist großer Coldplay-Fan. Deshalb hat sie mir auch diese Band empfohlen: die waren bei denen nämlich vor Jahren mal Vorgruppe. Und so fand das Album von Half Moon Run schließlich den Weg zu mir. Ich LIEBE dieses Album und höre es derzeit rauf und runter. M.E. passt der Stil der Musikrichtung schon gut in die Coldplay-Ecke, aber ich finde die Jungs aus Kanada haben im Vergleich etwas mehr “Pepp”.

Hört selbst und genießt: Smiley_sun

Half Moon Run – Full Circle (Single)
Veröffentlicht: 01.03.2013

Half Moon Run – Dark Eyes (Album)
Veröffentlicht: 17.06.2013

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