[Reader] Elektronischer Neuzugang

So richtig sind die eBooks bei mir ja noch nicht angekommen. Die meisten Bücher lese ich nach wie vor in Papierform und freue mich immer noch darüber meinem Regal beim Wachsen zuzusehen. Das Umblättern von Seiten macht mir mehr Spaß als mit dem Finger hin und her zu wischen. Und außerdem sieht so ein Buch auf dem Nachttisch immer noch schöner aus, als ein elektronischer Reader.

Seit neuestem habe ich aber ein neues Spielzeug: Ein iPad Mini.

IMG_1436 Kopie

Was ich an dem Ding so mag ist, dass schön handlich ist. Ich denke von der Größe her ähnelt es in etwa dem Kindle. Es liegt gut in der Hand, ist nicht schwer und es ist so fürchterlich angenehm damit zu lesen. Bei englischen Büchern habe ich damit nun endlich wieder den Vorteil bestimmte Wörter mal schnell nachzuschlagen. Außerdem kann ich spät abends noch im Bett liegen und gemütlich lesen ohne meinen Freund mit der Nachttischlampe zu nerven. Das Lesen mit dem iPad ist vor allem eine echte Alternative, wenn mir die Cover bestimmter Bücher nicht zusagen und ich mich sowieso nicht darüber freuen würde ein Papier-Exemplar davon im Schrank stehen zu haben. Beispielsweise bei diesen blöden Mass-Paperbacks. Englische eBooks sind in der Regel nämlich immer noch um einiges günstiger als ihre Papiergeschwister.

IMG_1487-2 Kopie

In der Vergangenheit habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht mir mal einen klassischen eReader zuzulegen. Mir gefallen die Dinger einfach nicht. Und ich würde sie wahrscheinlich viel zu selten nutzen, als dass sich die Investition lohnen würde. Das iPad ist deshalb für mich wesentlich interessanter, weil es eben nicht nur eReader, sondern vielmehr ein ganzer Computer für unterwegs ist. Ich höre damit meine Musik, ich checke Emails, surfe auf Twitter und kann mal eben schnell die Dinge erledigen, für die es sich nicht lohnt abends nochmal den Computer anzuschmeißen.

Natürlich ist so ein iPad auch teurer als ein eReader, aber für mich ist die Apple-Variante dennoch eindeutig zu bevorzugen.

Mein erstes eBook seit langer Zeit wird “Shadow and Bone” (dt: Grischa – Goldene Flammen) von Leigh Bardugo. Sobald ich aus London wieder aufgetaucht bin, werde ich mal sehen, ob ich ich mich den vielen Lobgesängen zu dem Buch anschließen kann. Smiley_wink

[Now Reading] Rivers of London

IMG_1237

Als ich vor einigen Wochen mal wieder “hörbuchlos” war, wollte ich mich schnell um Nachschub kümmern. Zum Einschlafen und beim Bügeln brauch man schließlich was Nettes für zwischendurch. Da ich von “Der Ruf des Kuckucks” so begeistert war, habe ich mich speziell bei Hörbüchern umgesehen, die von Dietmar Wunder gelesen werden. Ich mag seine Art zu Erzählen sehr gerne und außerdem passt die James-Bond-Stimme außerordentlich gut zu Krimis. Gefunden habe ich schließlich “Die Flüsse von London”. Ich stand schon öfter vor den Büchern und hatte mir überlegt mal einen Versuch zu wagen, daher hätte ich mir wirklich gern das Hörbuch gegönnt. Allerdings hat mich gestört, dass es mal wieder nur eine gekürzte Fassung auf deutsch gab. Die ungekürzte englische Fassung des Hörbuchs geht über 9 Stunden, während das deutsche Pendant gerade Mal etwas über 3 Stunden umfasst. Fand ich außerordentlich blöd. Aber eine ungekürzte deutsche Version wollte sich – auch nach extensiver Internetrecherche – einfach nicht finden lassen.

Naja gut… dann hab ich es eben mal mit der gekürzten Fassung probiert und das Hörbuch schließlich doch gekauft. Dietmar Wunder war wie zu erwarten wirklich klasse. Aber dennoch hatte mir was gefehlt. Da wird ein blutjunger Polizist mit einem völlig neuen Weltbild konfrontiert und der zuckt gefühlt noch nicht mal mehr mit den Schultern. Hm. Irgendwie komisch. Die Geschichte konnte mich nicht wirklich mitreißen, daher schlummerte das Hörbuch schließlich viele Tage ungehört auf meinem Handy.

IMG_1238

Vor einigen Tagen sprach ich schließlich eine Kollegin an, in deren Handtasche ich den dritten Band der Reihe auf englisch gesehen habe. Sie sei ungeheuer begeistert von der Reihe und liebe diesen trockenen britischen Humor. Außerdem müsse sie sich regelmäßig in der Bahn zusammenreißen um nicht laut loszulachen. Am nächsten Tag brachte sie mir die ersten beiden Bände auf englisch mit.

Über den Unterschied von Buch zu Hörbuch war ich fast schon erschrocken. Klar geht eine große Portion des typisch englischen Humors schon bei der Übersetzung verloren. Aber herrje, ich werde nie wieder gekürzte Hörbücher kaufen! Smiley_thumbs down Auf einmal geben viele Dinge wieder Sinn, es passiert so viel mehr nebenbei und ich komme mit den Protagonisten plötzlich viel besser zurecht! Den ersten Band zu lesen macht richtig Spaß im Gegensatz zum vergleichsweise emotionslosen Hörbuch.

Wieso werden überhaupt gekürzte Hörbücher angeboten? Und noch viel schlimmer: wieso findet man die ungekürzten Versionen nicht? Ich kaufe doch auch keine gekürzten Bücher! Wozu auch? Ich will doch wissen was passiert und nicht irgendeine Zusammenfassung aufgetischt bekommen! Verstehe ich nicht. Meiner Meinung nach rausgeschmissenes Geld. Werde ich nie wieder tun.

[Gelesen] In letzter Zeit…

Huch? Ich hab ja einen Blog! Ganz vergessen… *Kopf schüttel*

In letzter Zeit lese ich endlich mal wieder richtig gern. Mach ich natürlich immer irgendwie, aber die letzten eins, zwei Monate waren anders. Ich freue mich abends auf meine Bettdecke und darauf mein aktuelles Buch aufzuschlagen (liegt’s vielleicht am bescheidenen Sommer?). Selbst wenn es sich um ein Buch handelt, das mir mein Freund mitgebracht hat und das mich eigentlich kein Stück interessiert, ich es aber mit offener Begeisterung lese, damit er darauf trainiert ist, dass das grundsätzlich was ganz tolles ist, wenn er mir Bücher kauft. Ich denke derzeit noch darüber nach, wie ich ihm unterschwellig mitteile, dass er am besten mal darauf achten sollte, dass es nicht um Teil X einer Reihe handelt, die er mir da auftischt. Vielleicht installiere ich ihm klammheimlich die goodreads-App auf seinem Handy.

Da ich mich lange nicht gemeldet und das große Bedürfnis habe über meine kürzlichen Leseerfahrungen zu berichten, wollte ich mich einfach mal wieder mitteilen. Dieses Jahr habe ich bislang 17 Bücher gelesen. Die meisten davon gut. Einige Ausreißer gab es aber dann doch immer mal wieder. Hier mal die Bücher der letzten drei Monate:

IMG_1068

Morgan Matson – Since You’ve been Gone rating4
Das einzige Buch dieses Jahr, welches ich vorbestellt habe. Erwartungsgemäß handelte es sich auch beim aktuellen Werk der Autorin meines Lieblingsbuchs um eine leichte und sommerliche Jugendgeschichte. Man mag die Charaktere, die integrierten Playlisten (die Protaginistin ist 80er-Jahre-Fan. Bah. Gott sei Dank war da noch der Protagonist!) und das sommerliche Setting. Weshalb ich allerdings keine 5 Sterne gebe: Morgan Matson verbeutelt es für meinen Geschmack regelmäßig zum Ende des Buches. Solch dramatische “Wo ist hier eigentlich das Problem?!”-Enden mag ich gar nicht. Künstlich konstruierte Showdowns kann Matson gut. Ich bin gespannt, wann sie es endlich mal schafft, dass das Ende genauso gut sein wird, wie die vorangegangenen 300 Seiten.

Sara Zarr & Tara Altebrando – Roomies rating3
Endlich mal wieder ein Notizbuch! Wäre es keins gewesen, hätte ich das Buch definitiv vorher abgebrochen. Mir war die Story einfach viel zu lahm, über lange Strecken habe ich mich richtig gelangweilt. Und außerdem mochte ich eine der beiden Protagonistinnen nicht. Viel zu kindisch, zickig und nervtötend. Nicht mein Fall. Aber die Kommentare waren sehr lustig. ;-)

Sabine Heinrich – Sehnsucht ist ein Notfall rating4
Auf Empfehlung von Libromanie habe ich mir das Hörbuch angeschafft, da ich zu der Zeit dringend ein neues suchte. Zu Anfang fand ich auch hier die Geschichte eher lahm. Allerdings hat die Autorin die Geschehnisse sensationell gut erzählt, sie spricht das Hörbuch nämlich selbst. Und als das Buch ein bisschen an Fahrtwind gewann, war ich auch ganz Feuer und Flamme. In Oma Loren hatte ich mich umgehend verliebt.

Rainbow Rowell – Fangirl rating3
Über einen vollen Monat hab ich mich mit diesem Buch gequält! Ich war extrem enttäuscht. Nachdem ich nur Lobeshymnen zu dem Buch las, hatte ich was Sensationelles erwartet. Stattdessen muss man sich mit einer spätpubertierenden Protagonistin rumschlagen, die erste Erfahrungen mit Jungs sammelt und lieber vor dem Rechner sitzt und Geschichten schreibt, statt sich ein wenig am Leben zu erfreuen. Ja, es war so langweilig, wie es klingt. Drei Sterne gibt es wegen des anzuerkennenden humorvollen Schreibstils der Autorin. Wäre die Geschichte gehaltvoller gewesen, hätte es durchaus lustig sein können.

Michel Bussi – Das Mädchen mit den blauen Augen rating4
Das richtige Buch zur richtigen Zeit. Ich fand die Geschichte über die Identitätsfrage des Mädchen sehr anschaulich und spannend erzählt, wenn auch ab und an etwas zu nüchtern. Ich hab an den Seiten geklebt und konnte kaum abwarten, wie das ganze bloß ausgehen würde. Und man wird sogar mit unerwarteten Wendungen beglückt. Tolles Buch. Allerdings finde ich, hätte man es ruhig sogar noch etwas lebhafter darstellen können.

Kristan Higgins – The best Man (Lieber für immer als lebenslänglich) rating5
Wie immer sollte man bei Higgins Bücher einfach diese schrecklichen deutschen Titel ignorieren (die in Kombination mit den Covern noch an Grausamkeit gewinnen!). Lange habe ich keinen Liebesroman mehr gelesen und da kam Kristan Higgins genau richtig. Eine schöne Liebesgeschichte in einer idyllischen amerikanischen Kleinstadt mit vielen Einwohnern, die man allesamt gern haben muss, egal wie klischeehaft sie daher kommen. Wenn man ein leichtes, romantisches und charmant-witziges Buch mit viel Herz sucht, ist man hier immer goldrichtig.

Erik Axl Sund – Krähenmädchen rating2
Boah, hat mich dieses Buch genervt! Psychothriller? Wo? Hab ich was verpasst? Die Geschichte war so vorhersehbar, dass ich auf Seite 20 bereits wusste, was sich auf Seite 320 ereignen würde. Die “unerwartete Wendung” der Geschichte war so offensichtlich, dass man m.E. beim Lesen schlafen muss, um das zu übersehen. Und dann wird man dauerhaft mit den Privatproblemen der Ermittlerin genervt, die absolut nichts zum Geschehen beitragen. Die Themen Kinderpornografie und -misshandlungen werden dafür sehr detailliert dargestellt und auch hier dachte ich mir ständig: nee, danke, etwas zu viel des Guten. Kein Thriller. Kein Plot. Einfach nur viele Seiten, auf denen man der Protagonistin beim herumstochern in einem hoffnungslosen Fall folgen muss. Langweilig.

IMG_1072-Bearbeitet

Die Fotos habe ich übrigens in meinem frisch gestrichenen Bürozimmer geschossen. Ich liebe diese Wand! Ursprünglich war das “Lagunablau” dazu gedacht mich beim Lernen zu motivieren. In einem tristen Zimmer zu hocken und Gesetze zu wälzen kann ja keinen Spaß machen. Naja… in einem schönen blauen Zimmer Gesetze zu wälzen macht es allerdings auch nicht. -.- Im Übrigen bitte ich den unsauberen Farbübergang von blau zu weiß zu ignorieren. Das nichtsnutzige Klebeband war schuld!

© 2014 Steflite

Theme by Anders NorenUp ↑